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Physiotherapie Drucken

• Therapeutisches Bogenschießen: Besonders für Kinder mit Konzentrationsschwächen sind Kurse des therapeutischen Bogenschießens eine sehr hilfreiche Erfahrung. Durch das Training lernen Kinder und Jugendliche sich zu entspannen und zu konzentrieren. Bei dem Zielen erfahren die Jugendlichen die Wichtigkeit der Konzentration und Ruhe. Durch das Spannen der Sehne wird Anspannung aufgebaut, die den Höhepunkt ihrer Intensität kurz vor dem Loslassen findet. Entspannungsübungen aus dem Qi Gong (chinesische Heilgymnastik) und beruhigende Atemtechniken unterstützen das Schießen.

 

• Therapeutisches Klettern: Bei Beschwerdebildern wie beispielsweise Wirbelsäulenverkrümmungen und Bandscheibenproblematiken, aber auch bei Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken oder bei postoperativen Behandlung stellen die Übungen an der Kletterwand eine hilfreiche Therapieform dar. Darüber hinaus lassen sich schmerzhafte und bewegungseingeschränkte Schultergelenke, unterschiedlichste Haltungsschäden besonders im Jugendalter, gut behandeln.

Das in der heutigen Zeit immer häufiger auftretende ADS bei Kindern und Jugendlichen mit Konzentrationsschwäche und ständiger Unruhe lässt sich durch die Klettertherapie ebenfalls sehr gut in den Griff bekommen

 

Chiropraktik

Was ist das?
Spezielle Handgriffe an der Wirbelsäule oder an den Glied­maßen können vielerlei Beschwerden heilen. Dieses „Kno­chensetzen" wurde schon früh praktiziert. Man spricht heute von Chiropraktik (chiro, griech. = Hand/Tätigkeit). Die Wurzeln der modernen Chiropraktik liegen in den USA, wo sich Ende des 19. Jahrhunderts zwei Richtungen der manuellen Medizin entwickeln.
Zum einen gründet Andrew Tailor Still im Jahre 1894 eine Schule für Osteopathie (osteon, griech. = Knochen) und baut damit die Kunst des Heilens durch Handgriffe an der Wirbel­säule und an den Gelenken zu einer lehrbaren Wissenschaft aus.
Zum anderen eröffnet der Kanadoamerikaner Daniel David Palmer 1895 eine Schule für Chiropraktik. Grundsätzlich ähneln sich die Techniken der Osteopathie und der Chi­ropraktik, denn beide basieren auf der Biomechanik des Menschen.
Wie wirkt Chiropraktik?
Wenn ein Gelenk seinen natürlichen Bewegungsspielraum einge­büßt hat, spricht man von einer Blockade. Das kann verschiedene Gründe haben: funktionelle Vorgänge, Verschleiß (degenerativ veränderte Gelenke), Knochenbrüche (traumatisch veränderte Gelenke), aber auch einseitigen Sport oder Belastung, eine Ver­kühlung oder langes Autofahren.
Blockierte Gelenke - denn in den meisten Fällen sind es mehrere - beeinträchtigen häufig die gesamte Körperstatik. Dadurch rufen sie eine Vielfalt an Symptomen und schmerzhaften Beschwerden hervor. Ziel des chiropraktischen Eingriffes ist es, die normale Beweglichkeit der Gelenke im Rahmen ihrer Funktion wiederher­zustellen.
Für wen ist Chiropraktik gut?
Chiropraktik hilft bei Funktionsstörungen an den Gelenken, Rük-kenschmerzen, Knie-, Hüft- und Schulterschmerzen, bei häufi­gem Umknicken beim Sport, Kopfschmerzen oder Schwindel u. v. m.
Fallbeispiel:
Eine junge Volleyballerin, die über Rückenschmerzen klagt, wird vom Becken bis zu den Kopfgelenken „eingerichtet", d.h. chiropraktisch behandelt und ist nach zwei Tagen durch die veränderten Muskelzüge schmerzfrei.

Neuraltherapie

Was ist das?
Bei der Neuraltherapie (neuron, griech. = Nerv) geht es um Heilung von Beschwerden mittels Stimulierung der Nervenzellen durch Injek­tionen.
Eigentlich ist die Neuraltherapie durch Zufall entstanden: 1925 sprizte Ferdinand Hunecke seiner von Migräne geplagter Schwester ein neues Mittel versehentlich statt in den Muskel in die Vene. Die von Schmerzen zermürbte Frau und ihr Bruder erlebten Unfassbares. Noch während des Einspritzens des Medikamentes verschwanden die Schmerzen, das Flimmern vor den Augen und der Brechreiz. Schnell wurde klar, dass es sich um eine Wirkweise über das Nervensystem handeln musste. Das Medikament wirkte genauso schnell und blitzar­tig, wenn man es neben die Blutbahnen unter die Haut gab.
Wie wirkt Neuraltherpie?
Jede Zelle des Körpers ist mit einer Spannung von 60-90 Millivolt geladen. Diese Spannung wird durch äußere Reize beeinträchtigt. Der Stoffwechsel hingegen erzeugt Energie, um die Normalspannung immer wieder aufzubauen. Nach Operationen, Verletzungen oder Entzündungen gelingt das der Zelle oft nicht mehr vollständig, d.h. sie kann dann ihr normales Potential von 60-90 mV nicht erreichen und somit ihre Funktion nicht erfüllen. Hier setzt die Neuraltherapie ein. Heutige Lokalanästhetika sind mit einer Spannung von 290 mV geladen und geben der Zelle so die Möglichkeit sich wieder aufzuladen. Wenn eine Zelle aufgrund ihres Spannungsverlustes nicht mehr funktionsfä­hig ist, kann sie zu einem „Störsender" werden und Beschwerden in ganz anderen Körperteilen hervorrufen. In der Neuraltherapie zählen Mandeln, Zähne und Narben zu den häufigsten Störfeldern.
Für wen ist Neuraltherapie gut?
Neuraltherapie hilft bei Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneur-algien, Mittelohr -und anderen Ohrenerkrankungen, Heuschnup­fen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schilddrüsenerkrankungen, Mandelentzündungen, Leber-Gallenleiden, Magen-Darmerkrankungen, Verstopfungen, Durchfall, Periodenschmerzen, Prostatahyperplasie, Nieren und Blasenleiden, Rückenschmerzen, chronischen Hautleiden, Narben, Allergien,  und vielem Anderen.
Fallbeispiel:
Eine Frau kam wegen Schmerzen an der Schulter zu Dr. Hunecke, der ein Medikament in die Vene spritzte und über dem Gelenk Hautquad­deln setzte, was aber in diesem Fall nicht half. Stattdessen erschien die Patientin nach ein paar Tagen mit einer hochrot entzündeten alten Narbe am Unterschenkel. Dr. Hunecke quaddelte ihr die Narbe oberflächlich ab und wieder passierte zu beider Überraschung ein Sekundenphänomen: die Schulter war geheilt! Die Narbe am Unter­schenkel hatte wie ein Störsender gewirkt, der über das Nervensystem krankmachende Impulse an die Schulter sandte. Erst die neuralthe-rapeutische Behandlung der Narbe konnte die Beschwerden an der Schulter beseitigen.

Ohrakupunktur

Was ist das?
Bei der Ohrakupunkturwerden bestimmte Punkte am Ohr stimuliert, was Zellveränderungen an weit entfernten Körper­zonen auslösen kann.
Ursprünglich kommt die Ohrakupunktur aus der chinesischen Kultur und reicht bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Zur Zeit der Tang-Dynastie, 618-907 n. Chr. waren bereits 20 Ohrpunkte bekannt.
Im Gegensatz zur Körperakupunktur wurde die Ohrakupunktur in China aber über die folgenden Jahrhunderte nicht wei­terentwickelt. Erst durch die Veröffentlichungen des franzö­sischen Arztes Paul Nogier 1957 rückte die Ohrakupunktur wieder in das Interesse der Ärzte für traditionelle chinesische Medizin.
Nogiers Erkenntnisse wurden sehr bald nach China gebracht und daraus entwickelte sich die chinesische Schule der Ohra­kupunktur. Heute wird nach der chinesischen und der französi­schen Schule behandelt.
Wie wirkt Ohrakupunktur?
Zur physiologischen Wirkung der Ohrakupunktur gibt es bislang nur Erklärungsmodelle. Im Wesentlichen gibt es zwei Hypothesen.
Der physiologische Ansatz versucht die Reaktion des Körpers mit der Reizung bestehender Strukturen, z.B. Nervensystem oder Schmerzrezeptoren der Haut zu erklären (vergleichbar der Neuraltherapie).
Die Wirkung wäre somit auf eine reflektorische Antwort auf Außenreize zurückzuführen.
Der energetische Ansatz geht davon aus, dass neben den Blutgefäßen, Lymphbahnen, und Nerven ein unsichtbares, energetisches System im Körper besteht. Man kann dies vermuten, da die Akupunkturpunkte am Ohr wie auch am Körper aufgrund ihres veränderten Hautwider­standes zur Umgebung messbar sind. Die Ohrakupunktur wirkt stabilisierend auf das Energiesystem und aktiviert dadurch die Regulationskräfte des Körpers.
Für wen ist Ohrakupunktur gut?
Für viele Leiden und Erkrankungen ist sie ein willkommenes herapieverfahren.
Es gibt nur wenige Fälle, an denen die Ohrakupunktur keine nwendung findet.

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